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Sidney Shoemaker: Time without change - kann es Zeit ohne Veränderung geben?

Dezember 2003 - Januar 2004

 

Meine Hausarbeit bei Amazon.de

 

Diese Hausarbeit habe ich bereits bei dem gleichen Professor geschrieben, wie meine Magisterarbeit. Genau wie die Nietzsche-Hausarbeit ist auch sie nicht besonders lang, da es sich im Grunde lediglich um eine etwas umfangreichere Referatsausarbeitung handelt. Dass sie mit der Note 1,7 zu meinen schlechtesten Hausarbeiten gehört, hätte mir eigentlich eine Warnung für meine Magisterarbeit sein müssen (für die ich immerhin nur eine 2,3 und damit die schlechteste Note für eine Philosophie-Arbeit überhaupt bekam). Aber was soll's, wenigstens ist es jetzt vorbei :-)

 

Es geht in dieser Arbeit um ein Gedankenexperiment, das Sidney Shoemaker in einem Text namens "Time without change" entwirft, und dass beweisen soll, dass es Zeit ohne (physikalische) Veränderung geben kann. Leider beruht die gesamte Beweiskraft des Experiments auf einem ziemlich wackeligen Induktivschluss, den ich nicht unbedingt anzuerkennen bereit bin. Damit steht und fällt das ganze Gedankenexperiment, und die These, dass es Zeit ohne Veränderung geben kann, ist im Grunde schon wiederlegt.

 

Jedoch stehen auch Shoemakers weitere Argumente auf ziemlich wackeligen Beinen, da er sich z.B. am Anfang von einem bestimmten Begriff der Veränderung abgrenzen will (nämlich dem, den McTaggart in einem bestimmten Text vertreten hat und der besagt, dass das bloße Verstreichen von Zeit - also die Gegenwart wird Vergangenheit und die Zukunft Gegenwart), am Ende aber doch einen recht schwammigen Veränderungsbegriff annimmt, der im Grunde dem von McTaggert doch entspricht. Ähnliche Unzulänglichkeiten finden sich über den ganzen Text verteilt, so dass mein einhelliges Urteil lautet, dass Shoemaker nicht bewiesen hat, dass es Zeit ohne Veränderung geben kann.